Neuigkeiten von Via del Gusto
Frische San Marzano DOP - Ernte 2011
2011-11-25 18:15
Endlich !
Frische San Marzano DOP aus zertifizierter Herstellung ab nächster Woche
wieder in allen VIA Läden und hier bei uns im Onlineshop.
Wir kaufen unsere San Marzano Tomaten bei der von Slow Food geförderten
Cooperative Agrigenus. 2005 schlossen sich viele kleine Produzenten, es gibt
übrigens nur 22 in drei Kooperativen zusammen, um die fast augestorbene
Tomate wieder neu zu beleben.
Die Tomate wird in den Monaten Juli bis September am frühen Abend geerntet,
gewaschen, 13 Minuten gekocht und ohne Zusatzstoffe abgefüllt.
Da sie am Fusse des Vesuvs wächst, ist die Produktion limitiert und kann
logischerweise auch nur einmal im Jahr angebaut werden.
Leider gibt es viele Anbieter (auch in Deutschland), welche ein sogenanntes
"Fake-Produkt" anbieten. Die San Marzano Tomate ist ein im Ursprung geschütztes,
exklusives Produkt, daher achten Sie beim Kauf bitte stets darauf, dass:
1. Erntejahrgang vermerkt ist
2. DOP Siegel aufgedruckt ist
3. Produkt durchnummeriert ist
Nach der Ernte und Angabe der Erntemenge, erhält der Hersteller eine Freigabe
und Zertifizierung für die angegebene Erntemenge, daher kommt die neue Ernte
auch erst in diesen Tagen auf den Markt.
Auch wir verfügen hier nur über eine limitierte Stückzahl, aber authentisch.
Was mich eigentlich zu diesem Bericht bewegte, war die Beschlagnahmung von
30 Tonnen gefälschter San Marzano Tomaten am heutigen Tage in Neapel.
Siehe Bericht
Ihr
Markus Bongartz
Olivenernte in Ligurien
2011-11-15 22:40
Dieses Jahr begann unsere Ernte recht früh. Monate ohne Regen
und viel Wärme liessen die Taggiasca Olive schnell reifen.

Die Frucht war gesund, frühreif, aber klein und ausgetrocknet.
Nach zwei regnerischen Tagen erholte sich die Olive schnell
und wir begannen unverzüglich mit der Ernte am letzten
Wochenende im Oktober 2011.
Auf den Fotos erkennt man das Auslegen der Netze unter den
Olivenbäumen. Das Abschlagen der Oliven hier einmal auf die
traditionelle Weise mit einer „ trappa“ , einem langen Holstab
mit welchem man auf die Äste einschlägt oder mit dem neuartigen
batteriebetriebenen Rüttelstab.
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Die Alten schwören noch auf die trappa. Sandro und Beppe kann man
hier bei der Arbeit zuschauen, während die jüngeren (im Bild Diego)
den weniger anstrengenden Rüttelstab bevorzugen. Knochenarbeit!!!
Die abgefallenen Oliven werden in den Netzen gesammelt, Äste und
Zweige aussortiert und anschließend in einer offene Plastikkiste umge-
füllt, in der wir sie aufbewahren. Die aufgestapelten Kisten mit ca.
15kg Gewicht, schützen die Oliven so vor zuviel Eigendruck, welcher
ihnen schaden könnte.
Mit beginnender Dunkelheit ist ein harter Arbeitstag vorbei und wir
bringen die Oliven nach Villa Viani, wo sie von Paolo in der Ölmühle
gepresst werden. Der spannendste Moment ist immer der, wenn die
ersten grünen Tropfen herauslaufen und wir mit einer Scheibe Brot
unsere neue Ernte probieren dürfen. Fruchtigkeit, Konsistenz, Duft,
Defekte ? Hat sich die Arbeit gelohnt? Skepsis?
Testen Sie selbst ab Ende Januar 2012!
Um Sie an diesem einzigartigen Erlebnis teilnehmen zu lassen, haben
wir einige Flaschen in der Ölmühle sofort mit diesem OLIO NOVELLO
abgefüllt. Aufgrund der Frische und Nichtfilterung dieses Öls kommt
es zu natürlichen Ablagerungen auf dem Flaschenboden. Leider ist dieses
Öl bereits in unseren Filialen in ein paar wenigen Tagen ausverkauft worden.
Ab Ende Januar 2012 können SIe dann allerdings das "nomale" Olivenöl der
diesjährigen Ernte hier im Onlineshop kaufen.
CASTELLI, antica distilleria di Cortemilia, Cuneo
2011-11-02 15:10
Ab Anfang Dezember dürfen Sie sich auf unsere
neuen Grappe der Distillerie G. Castelli aus Cortemilia
(Piemont) freuen! Die Distillerie wurde 1963 von der Familie
Castelli gekauft, die sich für 4 Jahre einer Rennovierung des
Betriebes widmete. 1967 begann die neue Grappa Produktion,
für die nur die besten Weintrauben der Langhe Region
Verwendung finden.
Grappa trinken ist ein Fest für die Sinne. Nicht nur für die
Zunge sondern auch für Augen und Nase bietet ein guter Grappa
ein besonderes Genusserlebnis. Die Kunst besteht darin, den
testa (Vorlauf) und den coda (Nachlauf) präzise vom cuore (Herz)
zu trennen. Schneidet der Grappaiolo zuviel ab, beraubt er dem
Grappa einen Teil seiner Frucht und schönsten Aromen; nimmt
er zu wenig weg, verderben ihn unangenehm schmeckende
Substanzen.
Das Wort Grappa (auch "rapo", grapo" oder "graspa") ist im Übrigen
eine Ableitung der italienischen Bezeichnung für Weintraube und
findet sich ab dem 14. Jahrhundert als Bezeichnung für den Grappa.
Im Deutschen sprach man früher von "einer Grappa", so wie die
Italiener es noch heute tun. Inzwischen bestellt man aber "einen“
Grappa. Ob man die Mehrzahl Grappas oder wie die Italiener Grappe
nennen soll, darüber kann man sich unterhalten - am besten bei
einem Glas Grappa.
































